Neuigkeiten aus dem ländlichen Raum und Informationen über Förderungen, Veranstaltungen, Politik, Vernetzungsmöglichkeiten und interessante Projekte finden Sie in der aktuellen Ausgabe von „Landaktuell“: Download_landaktuell 08.2025 (497 KB)
7. Newsletter 2025 der Deutschen Vernetzungsstelle (DVS) erschienen
Neuigkeiten aus dem ländlichen Raum und Informationen über Förderungen, Veranstaltungen, Politik, Vernetzungsmöglichkeiten und interessante Projekte finden Sie in der aktuellen Ausgabe von „Landaktuell“: Download_landaktuell 07.2025 (498,6 KB)
Gemeinsame Agrarpolitik nach 2027: Die Zukunft von LEADER
Die EU hat im Juli 2025 Eckpunkte für den Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2028–2034 und die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2027 vorgestellt. Die Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) informiert auf ihrer Seite zu MFR und GAP, Verordnungsentwürfen, Zeitplan sowie Positionen und Analysen zentraler Akteure.
Unter „Positionen und Stellungnahmen“ finden sich konkrete Stellungnahmen zur Rolle von LEADER und ländlicher Entwicklung im neuen MFR: https://www.dvs-gap-netzwerk.de/foerderung/gemeinsame-agrarpolitik-nach-2027
Projektaufruf für LEADER-Vorhaben
Seit Beginn der neuen Förderperiode 2023 konnten von der LAG Osterode am Harz bereits eine Vielzahl von Projekten beratend und finanziell unterstützt werden. Sei es die Instandsetzung einer Ausflugsbaude, die Umgestaltung eines Sportplatzes oder die Schulung von Insektenbeauftragten – die Fördermöglichkeiten sind breit gefächert.
Nun ruft die LAG erneut auf, Ideen und Projekte zur Förderung einzureichen – der nächste Einreichungsstichtag ist der 1. Dezember 2025. Gesucht werden Vorhaben aus der Region für die Region, die in den Jahren 2026 und/oder 2027 umgesetzt werden sollen. Der Aufruf richtet sich an Kommunen, Vereine, Unternehmen und Privatpersonen der LEADER-Region Osterode am Harz. Projekte, die die Entwicklungsziele der Region unterstützen und den drei Handlungsfeldern im Regionalen Entwicklungskonzept zuzuordnen sind, haben gute Chancen eine Förderung zu erhalten.
Das Regionalmanagement unterstützt und berät gerne bei der Vorbereitung der Projekte.
Einladung zur 25. Sitzung der Lokalen Aktionsgruppe “Osterode am Harz” am 02.10.2025
Die 25. Sitzung der LAG “Osterode am Harz” findet am 2. Oktober 2025 um 16.00 Uhr im Deutschen Haus Badenhausen, Thüringer Str. 278, 37539 Bad Grund OT Badenhausen, statt.
Gäste und interessierte Besucher sind herzlich willkommen. Die Tagesordnung steht zum Download bereit: https://leader-region-oha.de/wp-content/uploads/2025/09/Einladung-25.-LAG-Sitzung-am-02.10.2025.pdf
Tradition und Fortschritt Hand in Hand – Das Hus in Dieke in Schwiegershausen
Am Sonntag, den 27. Juli 2025, wurde im Hus in Dieke gefeiert – das Jubiläum des Fördervereins Dorfgeschichte und Brauchtum Schwiegershausen e.V., der sich seit nunmehr 25 Jahren aktiv um die Erforschung, Bewahrung und Wiederbelebung der Dorfgeschichte kümmert. Neben frisch gebackenem Brot und Kuchen gab es ein vielfältiges Rahmenprogramm für Jung und Alt sowie eine Modenschau mit den prachtvollen Trachten des Dorfes, die im Hus in Dieke ausgestellt werden. Dies ist ein Ort, an dem Tradition und Fortschritt Hand in Hand gehen – und an dem jeder willkommen ist.
Zugleich wurde das letzte bauliche Projekt eingeweiht, der barrierefreie Toilettencontainer, der es zukünftig noch mehr Besuchern ermöglichen soll, das Hus in Dieke und das im Jahr 2019 errichtete Backhaus zu erkunden (https://www.hus-in-dieke.de/).
Realisiert werden konnte diese bauliche Aufwertung mit Fördermitteln aus der LEADER-Richtlinie, vom Landkreis Göttingen sowie der Stiftung der Sparkasse Osterode am Harz – und natürlich dank des engagierten ehrenamtlichen Einsatzes etlicher Schwiegershäuser Bürgerinnen und Bürger.

Neue Wegeführung in einzigartiger Kulturlandschaft

Am 22.05.2025, dem Internationalen Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt, konnte die durch den Landschaftspflegeverband in enger Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Göttingen und engagierten lokalen Akteuren neu gestaltete Besucherlenkung im NSG Hainholz eröffnet werden.
Das LEADER-geförderte Projekt dient der Schaffung eines angepassten Wanderangebotes, mit dem die Besonderheiten des einzigartigen Gipskarst-Gebietes und die für die Erhaltung und Pflege des Gebietes notwendigen Maßnahmen mit zusätzlichen Aktivierungselementen (QR-Code, Quiz für Kinder,..) dargestellt werden.
Der Baukulturdienst Weser-Leine-Harz – Eine großartige Chance für Altbaubesitzer
Der Baukulturdienst Weser-Leine-Harz ist ein LEADER-Kooperationsprojekt der Landkreise Hameln-Pyrmont, Hildesheim, Göttingen, Northeim und Schaumburg. Er bietet ein fachkundige und kostengünstige Einstiegsberatung für Altbaubesitzer, rund um die Themen Sanierung, energetische Empfehlungen, Vermeidung von Bauschäden und Fehlinvestitionen uvm.
Die Interessengemeinschaft Bauernhaus hat dieses Projekt ins Leben gerufen und bietet darüber hinaus vielseitige Angebote und Aktionen.
Weitere Informationen entnehmen Sie gern dem Informationsflyer.
Gewinner*innen im Wettbewerb „Unser Dorf lebt nachhaltig“ ausgezeichnet
Neun Dorfgemeinschaften erhalten moderierte Veranstaltungen zu ihren Projektideen
Krebeck. Am 27. März 2025 zeichneten die LEADER-Regionen Südniedersachsens die Gewinnerinnen und Gewinner im Wettbewerb „Unser Dorf lebt nachhaltig“ aus. Bis zum 30. November 2024 konnten sich Dorfgemeinschaften mit Projektideen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Naturschutz bewerben. Die besten Ideen erhielten nun als Preis zwei Workshop-Veranstaltungen für ihren Ort, um die Ideen weiterzuentwickeln.
Im Landkreis Göttingen können sich auf eine moderierte Veranstaltung freuen: Groß Schneen, Reiffenhausen, Lenglern, die Dorfregion Lödingsen/Erbsen/Wibbecke sowie Spanbeck und Dorste (aus dem Altkreis Osterode am Harz). Im Landkreis Northeim hat die Jury sich für Gierswalde, Güntgenburg (Hammenstedt) und Sülbeck entschieden.

Alle Prämierten des LEADER-Wettbewerbs „Unser Dorf lebt nachhaltig“, Krebeck 27.03.2025
Die eingereichten Ideen waren vielfältig. Wibbecke, Erbsen und Lödingsen im Landkreis Göttingen haben sich beispielsweise mit der Umsetzung eines Kindernaturschutzcamps beworben. Gierswalde im Landkreis Northeim plant derweil einen gemeinschaftlichen Gemüseacker. Zahlreiche Naturschutzmaßnahmen mit Baumpflanzungen, Renaturierungen und Umweltbildungsangebote runden die Gewinnerbeiträge ab.

Das Projektteam aus Dorste um Gerrit Armbrecht, Ortsbürgermeister, prämiert vom LAG-Vorsitzenden Frank Uhlenhaut
„Die Beiträge zeigen, dass sich die Dörfer auf den Weg gemacht haben, sich in den Themenfeldern der UN-Nachhaltigkeitsziele zu engagieren und selbst nachhaltiger zu handeln. Jede*r kann einen Beitrag leisten. Das Motto „Global denken, lokal handeln“, so Doreen Fragel, Erste Kreisrätin im Landkreis Göttingen.
Den ausgewählten Initiativen wird in den nächsten Monaten ein erfahrenes Moderationsbüro zur Weiterentwicklung der Projektideen an die Seite gestellt. Die Regionalmanagements der drei beteiligten LEADER-Regionen begleiten den Prozess und unterstützen bei der Fördermittelsuche für die Nachhaltigkeitsprojekte. „Die Workshops sind unsere Unterstützung für das große Engagement vor Ort. Wir wünschen uns, dass Ideen vor Ort Wirklichkeit werden“, so Julia Gogrewe, Dezernentin für Bauen und Umwelt im Landkreis Northeim.
Die zusätzlich eingereichten Naturschutzprojekte erhalten zudem nach erfolgreicher Prüfung durch die Untere Naturschutzbehörde eine Förderung aus Ersatzgeldzahlungen zur Kompensation von Eingriffen in Natur und Landschaft.
Auch der Harz Kurier berichtet über die Prämierungsveranstaltung:
10.03.2025 Zum Finale übernehmen die LEADER
Besuch der LAG Mitglieder im Bleistifthaus in Lerbach

In den vergangenen vier Monaten hat sich viel getan im Bleistifthaus von Lerbach. Mit Hilfe der verschiedenen Workshops konnte nicht nur die professionelle Verzahnung von virtueller und physischer Welt an diesem Ort perfektioniert werden, auch die lokale und regionale Vernetzung machte deutliche Fortschritte. Aus einem der Workshops ging sogar mit „Lerbach leuchtet“ ein weiteres Schwarmkunstprojekt hervor, das sich an Penvolution Realität+ anlehnen möchte. Mehr dazu hoffentlich bald auf dieser Seite.
Es entwickelt sich also einiges im Bleistifthaus und in Lerbach, auch mit freundlicher Unterstützung von LEADER, der europäischen Initiative zur Entwicklung des ländlichen Raumes. Und weil es immer wieder aufschlussreich ist, wenn diejenigen, die über eine Förderung entscheiden, sich einmal anschauen, was vor Ort mit dem Geld auf die Beine gestellt wird, kamen zum Abschluss der Workshop-Reihe Mitglieder des LEADER-Regionalmanagements und der Lokalen [LEADER] Aktionsgruppe (LAG) Osterode am Harz ins Bleistifthaus.
Sie kamen, sahen und staunten. „Ein sehr ambitioniertes Projekt“, lobt LAG-Vorsitzender Frank, die Verbindung von Raumentwicklung und Kunst biete spannende Perspektiven. Daniel, der Samtgemeinde-Bürgermeister zeigt sich beeindruckt, „wie viel Zeit, Engagement und Durchhaltevermögen“ hier zum Ausdruck kämen und Anja, die LEADER-Regionalmanagerin bekennt, dergleichen noch nie gesehen zu haben. Vor allem die Möglichkeit für die Besucher, „Kunstwerke interaktiv mitgestalten zu können“, hebt sie hervor.

Was ist Realität? Für Anja das, was sie mit ihren Sinnen er-fassen kann; sie könne sich nicht vorstellen, dass die virtuelle Realität in dieser Hinsicht gleichberechtigt neben die physische Realität treten könnte. Daniel ist sich da nicht so sicher, die technische Entwicklung könne womöglich auch Tast- und Geruchssinn ins Virtuelle holen, aber er finde es wichtig, beide Realitäten auseinander zu halten. Frank verweist auf die Erfahrungen in der Coronazeit, als viele Menschen ihre Kontakte online und auch virtuell weiterführten. In der Arbeitswelt sei davon viel zurückgeblieben und auch für einsame Menschen könne er sich da künftig durchaus vorstellen, dass die Virtuelle Realität ihnen einen Ersatz für den zwischenmenschlichen Kontakt bieten könne. Aber Gefühle, gibt Anja zu bedenken, Gefühle virtuell auszutauschen dürfte schwierig bleiben.
Doris, vom Kreisverband der Landfrauen in Osterode, möchte sich alternative Realitäten nicht vorstellen. „Realität ist für mich dieser Raum hier, mit seiner Dekoration aus zerdrückten Tuben“. Petra, ebenfalls von den Landfrauen, findet das Projekt spannend und faszinierend, gibt aber auch zu, mit dem Thema zu fremdeln. „Vielleicht bin ich deshalb auch erst zweimal an dem Haus vorbeigefahren“, vermutet sie.

Karl, ehemaliger Forstwirt und Vorsitzender der regionalen Jägerschaft, zeigt sich mit virtuellen Verfahren vertraut: „das kenne ich aus der Forstwirtschaft, da lernen wir die Veränderungen im Wald zu simulieren, bevor beispielsweise ein Baum gefällt wird“. Er könne sich daher gut vorstellen, dass es zu einem fließenden Übergang von der physischen Realität zur virtuellen komme, weil die VR bei der Ausbildung eine große Hilfe sei. Auch Verena, Leiterin des Fachbereichs Bauen der Stadt Osterode, hat als Architektin Erfahrung mit Simulationen. Bei der Frage nach der Realität möchte sie allerdings auf der gebauten Wirklichkeit beharren. Die Stadt habe das Projekt ja sehr unterstützt, das war ja etwas ganz Neues: Bleistifthaus? Schwarmkunst?? Umso mehr zeigt sie sich jetzt „total begeistert“, es sei eine „richtig gute Idee, alltägliche Dinge wie Bleistifte in Kunst umzuwandeln“.

Wie erlebten die Teilnehmer ihre ersten Berührungen mit der virtuellen Realität? Rolf, Bürgermeister von Bad Lauterberg, habe einst Informatik studiert, aber sei vorher noch nie in der Virtuellen Realität gewesen. Das sei tatsächlich „eine Art von Realität“gewesen, sagt er. Auch für Christoph von der LAG war es der erste Trip in die VR. Er könne sich durchaus vorstellen, dass diese Technik in Zukunft zahlreiche Anwendungsbeispiele finde. Ob man im Büro nun künftig mit Brille sitzen würde, statt vor dem Monitor, sehe er so noch nicht, aber für Rettungsdienste etwa sei das eine spannende Option.


